Aus dem Leben eines gebeutelten Menschen

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Die Deutschen und kein Ende

Vor zwei Jahren wurden wir vom ZDF von der Doku-Serie „Die Deutschen“ heimgesucht. Wie wir wurden, was wir sind. Nicht gerade besonders gewesen und die Hauptdarsteller waren meist auch nicht gerade passend. Und nun geht das Medien-Spektakel in die zweite Runde. Ab dem 14. November können wir uns mal wir an Deutschen erfreuen, die nicht einmal Deutsch waren, aber gerne als Deutsche gezählt werden. Erinnern wir uns noch an die erste Staffel, wo aus Wallenstein ein Deutscher gemacht wurde. Nun folgen Rosa Luxemburg (Polin) und Karl IV. (gehörte nur zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation, aber ein richtiger Deutscher war er nicht) und natürlich Karl der Große, der gerne als Vater des Abendlandes gefeiert wird, aber mehr mit Frankreich identifiziert wird, als mit Deutschland, auch wenn seine bekannteste Pfalz in Aachen lag. Beerdigt wurde er in St. Denis bei Paris, was bekanntlich heute in Frankreich liegt. Ausserdem hat Frankreich auch den Namen erhalten durch die Franken, oder heissen wir etwa Frankreich? Nein, wir sind die Deutschen. Diese Bezeichnung gab es zu Zeiten von Otto I. und gegeben haben ihn uns die Italiener. Aber nun mal kurz gesagt, um wen es alles gehen wird: Karl den Großen (die Besetzung ist ein Witz), Friedrich II. (im Grunde genommen auch kein Deutscher, denn er hielt sich kaum in Deutschland auf, vielleicht insgesamt zwei Jahre und das ist schon äusserst grosszügig), Hildegard von Bingen (nun auch mal eine Frau, obwohl ich nicht genau weiss, wie sie die Deutschen vorangebracht hat, ausser mit ihrem Körnermüsli), Karl IV., Thomas Müntzer, August der Starke, Ludwig II. von Bayern (der Kini oder Märchenkönig, wir alle kennen Neuschwanstein), Karl Marx (seine Sicht vom Kommunismus kann nie existieren, so lange es den Menschen gibt) Rosa Luxemburg und Gustav Stresemann (wenn er nicht gestorben wäre, vielleicht hätte es Hitler nie gegeben). Viele der Figuren sind einfach nur die Nachfolgefiguren von anderen historischen Persönlichkeiten oder aber deren Vorgänger. Otto I. in der ersten Staffel, dann Karl der Große. Oder Friedrich I. Barbarossa (Rotbart) und sein Enkel Friedrich II. (Stupor Mundi = das Staunen der Welt). Martin Luther und Thomas Müntzer. Ich höre ja schon auf, über diese Serie zu berichten, aber das musste auch mal gesagt werden. Ich überlege jetzt wirklich ernsthaft, ob ich nicht doch noch den Anbieter wechsle. Aber so lange ich nicht wiess, wie man bei wordpress ein eigenes Layout erstellt, bleibe ich erst einmal bei Myblog, auch wenn es mir nicht mehr so gefällt. Aber momentan habe ich mal keine Probleme mit igrendwelchen Spammern. Mal sehen, ob es noch länger anhält.
21.9.10 12:49
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Chun Li (21.9.10 16:33)
Also zwischen Deutschen und Franzosen ist die Grenze echt nicht sooooo stark - nicht nur im Grenzgebiet. In Polen/Tschechien/Österreich ist das ganz ähnlich. Die Grenzen lagen einfach mal anders, und wenn es historische Persönlichkeiten irgendwo gegeben hat, beansprucht natürlich jedes Land diese Namen für sich. Vermutlich ist das schon wieder höchstgradig politisch Inkorrekt. Ich finde es doch immer wieder amüsant, an was die sich hochziehen können. Zweimal die Woche eine Diskussion über irgendeinen Faupax (schreibt man den so?), weil irgendwer angeblich die falschen Wörter im falschen Kontext gesagt hat. Und am Ende läuft die Disse so heißt, dass schließlich keiner mehr weiß, worum es eigentlich ging.

Ich fand es doch zu köstlich, als Gysi (Gisy?) neulich Stellung genommen hat zu Merkels angeblichem Roma-Lager: "Ja, wissen sie, ich bin nun wirklich der letzte, der die Bundeskanzlerin verteidigen würde, ABER das kann die Frau gar nicht gesagt haben, denn ES GIBT gar keine Roma-Lager in D."


Chun Li (21.9.10 16:34)
Inklusive der ganzen irrsinnigen Diskusion um den Sarrazin, müsste den Medien mal ne Maulsperre angelegt werden. Habe die Talkrunde vergessen, aber da meinte wer ganz nüchtern (glaub der war ausm SPD-Lager, vllt. Gabriel): "Hey, das ist komplett unverfroren, was die Medien da machen - noch vor Veröffentlichung hetzen sie mit aus dem Kontext gezogenen Aussagen (und er hat Sarrazin nicht beschönigt) und zetteln diesen Hype, diese "Diskussion" überhaupt erst an. Wieso stellen wir uns hier überhaupt hin und nehmen das Ernst?!?!".
Das habe ich mich auch die ganze Zeit gefragt. Ich finde diese ganze Diskussion um Intelligenzweitergabe komplett absurd. Darüber brauch ich nicht zu diskutieren, weil es Stuss ist. Und Menschen mit Ansehen (z.B. Künast) setzen sich doch tatsächlich mit dem Typen an einen Tisch und palawern um den heißen Brei. Und als Krönung laden sie noch eine "betroffene" Statistikerin (Migrantenhintergrund) ein, die mit so tollen Zahlen um sich wirft wie "90% aller (Muslimischen) Migranten MEINEN, dass sie perfekt (deutsch) sprechen", ich lach mich tot! Wirklich überzeugendes Gegenargument, welches diese ganze Diskussion wieder einmal ad absurdum geführt hat.


Spasco (21.9.10 18:11)
Vor allem kommen sie manchmal vom hundertsten ins tausendste. Ausserdem weiss ich gar nicht, warum die bei dem Sarrazin so gemotzt haben, denn der hat doch recht mit dem, was er sagt. Nur die Wahrheit will heutzutage niemand mehr hören. Und dann kommt es eben zu solch absurden Talkrunden, wo man sich eigentlich nur fragt, was machen die da eigentlich? Wissen die noch, wovon sie eigentlich reden?

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